Nachruf des TTC Lok Pankow e.V.

Samstag, 02. Mai 2009 um 21:00 Uhr | PostAuthorIcon Autor: Administrator |


Am 25.08.1997 verstarb unser Tischtennislehrmeister und langjähriger Sektionsleiter Bruno Groger kurz vor der Vollendung seines 80. Geburtstages.

Mit Bruno Groger ist ein verdienstvoller Spieler, Tischtennislehrer und Funktionär von uns gegangen, der beginnend ab 1952 den Tischtennissport in Berlin (Ost) mit geprägt hat.

In Pankow war Bruno Groger der Spieler und Funktionär, der nach dem 2.Weltkrieg den Tischtennissport wieder in den begrenzten Möglichkeiten aufbaute und durch sein Engagement erfolgreich entwickelte.

Schon 1950 hat Bruno in der 5.Grundschule, wo er als Lehrer arbeitete, in der 3.Etage in einer Nische eine Platte aufgebaut.  In den Pausen und nach Schulschluss wurde dann unter seiner Anleitung mit “Holzkellen” Tischtennis gespielt.

Im Jahre 1952 hat Bruno in der Grundschule Charlotten-Straße den Verein SG Rapide 93 gegründet, und in der Friedrich-List-Oberschule wurde ab 1956 unter dem Vereinsnamen Motor Wilhelmsruh, Lok Pankow und ESV Pankow bis heute Tischtennis gespielt.

Kein Tischtennisspieler der älteren Generation wird die Turniere aller Klassen in der List-Oberschule vergessen, die immer Erlebnisse und Höhepunkte der Saison waren.

Bruno organisierte und leitete diese Turniere in seiner unnachahmlichen Ruhe und Gelassenheit und hatte immer Zeit, wenn Probleme gelöst werden mussten.

Insbesondere hat Bruno für die Kinder- und Jugendarbeit im Verein viel getan. Als Lehrer begeisterte er die Schülerinnen und Schüler immer am meisten, wenn er selbst zum Schläger griff und seine raffinierten Aufschläge zeigte.

Er löste an seiner Schule eine richtige Sogwirkung aus. Die Platten reichten oft nicht aus, wenn die Kinder mit ihren Eltern dann im Verein erschienen.

Doris Kalweit, mehrfache DDR-Meisterin und 2-fache Europapokalsiegerin (zusammen mit Gabriele Geißler), lernte ihre ersten raffinierten Schmetterbälle bei Bruno.

Bruno war immer der Dreh- und Angelpunkt im Vereinsleben, ob es die Vorbereitung von Fahrten oder Vereinsjubiläen, die neue Punktspielsaison oder die Vorbereitung des nächsten Turniers war.

Als Funktionär war Bruno neben seiner Vereinsleitung auch im Berliner Tischtennisverband tätig und hat u.a. mit Oskar Steinhaus, dem Tischtennisprofessor, eng zusammengearbeitet.

Heute stellt man sich die Frage, wie hat Bruno, verheiratet und 2 Kinder, das über 3-Jahrzehnte alles nur geschafft?

Seine Ehefrau Vera, hat seine vorbildliche Arbeit im Verein immer unterstützt und mitgeholfen, wo es nur ging. Dir Vera, möchten wir als Tischtennisspieler des Vereins, dafür Dank sagen.

Bruno, leider konntest Du in den letzten Jahren an unserem Vereinsleben nicht mehr teilnehmen.  Oft waren unsere Gedanken bei dir.

Für seine uneigennützige und einmalige Leistung für unseren Tischtennissport im Verein, in Pankow und in Berlin, möchten sich alle Tischtennisspieler des Vereins bei Dir bedanken.

Die Tischtennisspielerinnen und -spieler des ESV Pankow 49 e.V.

Berlin-Pankow im August 1997